Neben der richtigen Einwertung einer Immobilie sind die Immobilienfotos wohl ein entscheidender Faktor für eine hohe Nachfrage. Hier muss man einen möglichst professionellen Eindruck bei potenziellen Käufern hinterlassen und eine möglichst perfekte Onlinepräsentation bieten. Die Fotos sollen dabei nicht zu künstlich, aber dennoch professionell wirken. Doch wie bekomme ich das am besten hin?

Welche Ausrüstung ermöglicht mir gute Bilder?

Eine Handykamera ist für eine professionelle Immobilienfotografie definitiv durchgefallen. Ebenso wie eine einfache Digitalkamera. Hier empfehlen wir ganz klar eine System- oder Spiegelreflexkamera. Selbst haben wir hier eine Nikon D5600 im Einsatz, da Nikon für Architektur und Räume laut Experten die beste Wahl ist. Wichtig ist, dass man ISO und Belichtungszeit manuell ändern kann und das Objektiv austauschbar ist. Ein Superweitwinkelobjektiv ist nahezu unvermeidlich. In unserem Fall haben wir das mit Nikon kompatible Sigma 10-20mm Objektiv im Einsatz. Nur so können auch kleinere Räume gut fotografiert und das räumliche Gefühl vermittelt werden. Darüber hinaus ist es keine gute Idee auf ein Stativ zu verzichten, möchte man keine verwackelten Immobilienfotos präsentieren.

Aus welchem Winkel fotografiere ich und wie wähle ich mein Motiv?

Neben der Qualität ist mit Sicherheit das Motiv der entscheidenste Faktor für ein gelungenes Immobilienfoto. Wichtig ist es hier immer mindestens zwei Wände zu zeigen, um ein Raumgefühl entwickeln zu können. Die Bilder sollten ausschließlich im Querformat aufgenommen werden um die Räume besser wirken zu lassen. Zudem sollen Immobilienfotos möglichst aus Ecken und aus Hüfthöhe geschossen werden. Dadurch wirken Bilder wohnlicher und der Raum wird besser dargestellt.

Wie hell soll mein Immobilienfoto werden?

Ein Raum ist ideal belichtet wenn er gut ausgeleuchtet ist und man trotzdem noch aus den Fenstern sehen kann. Aufhellen und abdunkeln kann man einen Raum mit Hilfe der Belichtungszeit und ISO. Der ideale ISO Wert liegt je nach Lichtverhältnissen zwischen 400 und 800. Bei einem zu hohen Wert bekommt das Bild ein ISO-Rauschen. Die Belichtungszeit sollte individuell an die verschiedenen Lichtverhältnisse angepasst werden. Die Nikon D5600 hat einen sehr guten Auto-Modus für die Immobilienfotografie.

Der Weißabgleich

Der Weißabgleich entscheidet darüber ob ihr Bild eher bläulich oder eher gelblich wirkt. Diese Färbung ist entscheidend wie das Bild im Endresultat wirkt. Während eine zu blaue Färbung zu einer kühlen und ungemütlichen Atmosphäre führt, wirken gelbliche Fotos unprofessionell und schmutzig.

Nachbearbeitung der Details

Fotos können heutzutage mit relativ einfachen Mitteln in kurzer Zeit nochmal aufgewertet werden. Perfekte Fotos kommen sozusagen nicht aus der Kamera, sondern entstehen am Computer. Sollten deine Immobilienfotos noch hochwertiger werden, solltest du sie nachbearbeiten. Ohne technische Vorkenntnisse eignen sich perfekt Adobe Lightroom (Kostenpflichtig) und GIMP (Kostenfrei). Spezialisten können auch auf Adobe Photoshop (Kostenpflichtig) zurückgreifen. Zur Einschulung eigenen sich am besten YouTube Tutorials.

 

Julia Volk
Immobilienberaterin
CP Lifestyle Immobilien GmbH